Danke liebe Mitarbeiter - Employer Branding in Krisenzeiten

25.05.2020 | Christian Runkel

Employer  Branding in Krisenzeiten
Quelle: Christian Runkel

Wie Wertschätzung nach innen und außen wirkt

Die Auswirkungen der Corona Pandemie haben die Wirtschaftsentwicklung und viele Unternehmen in eine bisher kaum gekannte Krisenstimmung gestürzt. Kurzarbeit und Kostenreduzierungen sind die, wie bei allen Krisen, vorherrschenden Maßnahmen bei betroffenen Unternehmen. Das hat Auswirkungen auf Budgets, selbstverständlich auch beim HR-Management. Recruiting und Employer Branding, vor Corona durch die Diskussion um den Fachkräftemangel noch Kernthemen auf Messen und HR-Events, rücken in den Hintergrund.

Warum Employer Employer Branding gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht nur wichtig ist, sondern Unternehmen auch eine sichtbare Differenzierung erreichen können, steht im Mittelpunkt der neuen Episode des Podcast #BeBranded. Anhand einer Kampagne werden Sie erkennen, wie es gelingt internes und externe Employer Branding mit einer 3-fach Image Werbung zu platzieren.

 

Konsequenzen für die Arbeitgebermarke

Bei der Hälfte der deutschen Firmen ist das Budget für die Personalsuche entweder komplett eingefroren (13 Prozent) oder teilweise gekürzt (37 Prozent) laut einer Blitzumfrage vom ICR. Auch weiterhin bestehende Budgets werden offenbar trotzdem nicht wirklich ausschöpft. Offensichtlich macht sich die reine Unsicherheit breit. Niemand kennt die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Folgen, deshalb ist Vorsicht geboten.

Doch ist das der richtige Weg?

Gerade wenn ich an die Positionierung und Sichtbarkeit der Arbeitgebermarke denke, habe ich meine Zweifel. Stellen Unternehmen die Werbung für Ihre Produkte ein, wenn die Nachfrage stark zurückgeht? Eher nicht, der Vetrieb wird verstärkt, andere Kanäle gesucht und entdeckt, das Produkt und die Werbung modifiziert. Beim Marketing der Arbeitgebermarke gelten diese Regeln wohl eher nicht, wie Umfragen und Studien aktuell belegen.

Ich möchte für Kampagnen plädieren, die versuchen alle Facetten zu berücksichtigen, also

Internes Employer Branding, mit dem die eigenen Mitarbeiter erreicht, motiviert und „gebunden“ werden können
Externe Employer Branding, um sowohl potentielle Kunden anzusprechen, als auch Interessenten und Bewerber

Wie bereits zuvor erwähnt, kann auch sagen es handelt sich um eine Kampagne mit einer 3-fach Imagewirkung: Mitarbeiter – Kunden – Interessenten.

Employer Branding ist gerade in Krisenzeiten, wo sich viele in ihr kommunikatives Schneckenhaus zurückziehen, eine sehr gute Möglichkeit das zu erreichen, was ein Ziel von Employer Branding darstellt:

Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Differenzierung.

Meine Empfehlung und Ermutigung

  • Auch wenn Recruiting in den nächsten Monaten nicht im Mittelpunkt steht, bleibt beim Employer Branding am Ball. Gerade, wenn ihr vorher schon aktiv ward. Denn ansonsten fangt ihr wieder von vorne an. Wie hat mir mal ein wirklich geschätzter Social-Media-Marketing Experte gesagt. Wenn Du 2 Wochen nicht sichtbar bist, brauchts Du mindestens 3 Monate um wieder den ursprünglichen Sichtbarkeitsstatus zu erreichen. Andersherum ausgedrückt, dein vorheriges Budget für Kampagnen hast Du mehr oder weniger verbrannt.
  • Heißt konkret nutzt das noch vorhandene Budget. Setzt euch mit Marketing und PR zusammen und findet Lösungen, die für alle Bereiche und Zielgruppen Wirksamkeit entfalten.

Viel Spaß und ermutigende Impulse wünsche ich euch beim Anhören dieser Episode.

Bleibt gesund und denkt dran:

#BeBranded – denn deine Marke macht den Unterschied.

Christian Runkel

Über den Autor

Christian Runkel

Christian Runkel ist ein sportbegeisterter Berater und Mentor für Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft. Neben 18 Jahren Erfahrung als leitender HR-Manager in verschiedenen Branchen, ist er auch seit 18 Jahre in den Bereichen Recruiting, Employer- und Personal-Branding tätig. Sein Fokus und seine Leidenschaft liegt seit je her in der Entwicklung und Positionierung von Arbeitgebermarken und Führungskräften, um diese sichtbarer und erfolgreicher zu machen. Zum Blog